Alumni-Karrierewege: Porträtreihe
Sarah Göbbels
Fächer: Bachelor of Arts in den Fächern English Studies / Skandinavistik an der Uni Köln, Master of Arts im Fach Edition- und Dokumentwissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal | Heute: Dokumentenmanagerin und Projektleitung, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW
Welche drei Dinge fallen Ihnen spontan zu Köln ein?
- Offen
- Bunt
- Köln ist ein Dorf
An Köln schätze ich die Offenheit und Vielfalt. Zwischenzeitlich hatte ich die Stadt für einige Jahre verlassen - und war froh, wieder zurückzukehren. Köln ist eine gute Mischung aus Großstadt und im Herzen noch ein Dorf.
Warum haben Sie sich zum Studium die Philosophische Fakultät der Uni Köln ausgesucht?
Das war keine bewusste Entscheidung, sondern eher Zufall. Köln lag nahe an meiner Heimatstadt und die Fächerkombi, für die ich die Zusage erhielt, hat mir zugesagt.
Was macht das Studium in Köln / an der Universität zu Köln aus Ihrer Sicht besonders?
Besonders war zu Anfang, sich erstmal an dieser riesigen Uni und dann an der ebenfalls großen Fakultät zurechtzufinden. Es hat tatsächlich einige Zeit gedauert, bis ich ich orientiert hatte - im Gebäude und auch im Studium. In meinen beiden Studiengängen gab es dann auch noch den Kontrast zwischen sehr großen Vorlesungen und eher kleinen Seminaren - eine spannende Mischung.
Was sind Ihre Stärken als Geistes- und Kulturwissenschaftlerin?
Ich arbeite mich schnell in neue Themengebiete ein, erkenne Zusammenhänge und kann sowohl schriftlich als auch mündlich klar kommunizieren. Das klingt trivial, aber im Berufsalltag merkt man schnell, wie häufig Kommunikation der entscheidende Faktor ist und wie viele Verzögerungen und Missverständnisse entstehen, wenn die Kommunikation nicht funktioniert.
Haben Sie sich Ihren Berufsweg in diesem Maße vor Ihrem Studium so vorgestellt?
Ich habe mir erst gegen Ende des Studiums intensiver Gedanken über meinen Berufseinstieg gemacht. Ausschlaggebend war mein Masterstudium, das praxisnaher war als meine Bachelorfächer und mir neue Perspektiven eröffnet hat. Konkrete Vorstellungen über meinen Berufsweg habe ich mir aber eher nicht gemacht und ich bin an das Thema sehr offen herangegangen.
Gab es Situationen oder bestimmte Personen, die Sie inspiriert und Ihnen im Hinblick auf spätere Berufsentscheidungen geholfen haben?
Das waren hauptsächlich meine Praktika während meines Masterstudiums. Ich war in den verschiedenen Einrichtungen, die sich mit Aufbewahrung, Archivierung und Dokumentation beschäftigen. Dort habe ich gemerkt, dass ich mein theoretisches Wissen gut in der Praxis anwenden kann und dass ich gerne ich in Richtung Archiv / Dokumentenmanagement gehen möchte.
Was würden Sie heute als Studentin anders machen?
Ich würde wahrscheinlich schon früher mit Praktika beginnen, um praktische Erfahrungen zu sammeln und eine Vorstellung zu bekommen, wie die Arbeitsweilt funktioniert und welche beruflichen Möglichkeiten es überhaupt gibt. Ansonsten war ich rückblickend als Studentin etwas chaotisch und unorganisiert - heute weiß ich, dass man Struktur lernen kann und würde das wohl früher angehen.
Was macht Ihnen an Ihrem jetzigen Beruf besonders viel Freude?
Der Austausch mit verschiedenen Menschen und die Möglichkeit, mich immer wieder in neue Themen einzuarbeiten. Als Dokumentenmanagerin kenne ich mich zwar mit den Themen rund um Archivierung und Aufbewahrung aus, nicht aber mit dem Inhalt der Dokumente, die das Dokumentenmanagement verwaltet. In den letzten Jahren ist natürlich das Thema Digitalisierung in den Vordergrund gerückt und ich freue mich, diesen Wandel voranzutreiben und aktiv im Unternehmen etwas zu ändern.
Welche Aufgaben haben Sie dort?
Ich arbeite im Dokumentenmanagement beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und bin fachliche Projektleitung für die Einführung einer digitalen Akte. Darunter gehört die Erstellung der fachlichen Vorgaben, die Abstimmung mit externen Dienstleistern, die Begleitung des internen Veränderungsmanagement und der Austausch mit allen relevanten Stakeholdern.
Welche drei Tipps haben Sie für unsere Studierenden der Phil im Hinblick auf Ihr Studium und das spätere Berufsleben?
1. Lasst euch nicht entmutigen! Studiert das, was euch wirklich interessiert und worin ihr gut seid.
2. Sammelt praktische Erfahrungen, um eure Stärken und mögliche Berufsfelder besser einschätzen zu können.
3. Als Geisteswissenschaftler*in seid ihr nicht an eine Branche gebunden. Eure Fähigkeiten sind vielseitig einsetzbar. Das ist eine Stärke.
Eckdaten
| Abschluss: | 2015 | Skandinavistik, English Studies (Bachelor of Arts), Uni Köln / Edition- und Dokumentenwissenschaften (Master of Arts), Uni Wuppertal |
| Aktuelle Position: | Dokumentenmanagerin und Projektleitung, Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW |
| Vorherige Stationen: | Dokumentenmanagement, Janssen-Cilat GmbH |